{"id":2137,"date":"2013-12-27T23:04:47","date_gmt":"2013-12-27T22:04:47","guid":{"rendered":"http:\/\/radioplayers.de\/?p=2137"},"modified":"2013-12-27T23:06:11","modified_gmt":"2013-12-27T22:06:11","slug":"funkkorrespondenz-%e2%80%a2%c2%a0bruder-kemal-%e2%80%a2%c2%a013-12-2013","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/radioplayers.de\/?p=2137","title":{"rendered":"Funkkorrespondenz \u2022\u00a0BRUDER KEMAL \u2022\u00a013.12.2013"},"content":{"rendered":"<p><strong>Rezension Funkkorrespondenz 13.12.2013<\/strong><\/p>\n<p><strong>W\u00fcrdiges Denkmal<\/strong><strong><br \/>\n<\/strong><strong>Jakob Arjouni: Bruder Kemal<\/strong><strong><br \/>\n<\/strong><strong>NDR Info Sa 7.12. 21.05 bis 22.00 Uhr<\/strong><strong><br \/>\n<\/strong><br \/>\nIm Januar dieses Jahres starb der Schriftsteller Jakob Arjouni im Alter von 48 Jahren. Ber\u00fchmt wurde er vor allem durch seine Krimis um Kemal Kayankaya. Den Privatdetektiv aus Frankfurt am Main hat Arjouni in insgesamt f\u00fcnf Romanen zu Hauptfigur und Erz\u00e4hler gemacht. Ende 2012 erschien im Z\u00fcricher Verlag Diogenes mit \u201eBruder Kemal\u201c der letzte Band aus der Reihe, die von dem coolen Ermittler handelt und die Mitte der Achtziger mit \u201eHappy Birthday, T\u00fcrke!\u201c ihren Anfang genommen hatte. Alle Kayankaya-Krimis wurden auch als H\u00f6rspiele umgesetzt, das letzte hat jetzt der Norddeutsche Rundfunk (NDR) produziert. Die Funkbearbeitung stammt von Alexander Schuhmacher, der auch die Regie f\u00fchrte (Dramaturgie: Henning Rademacher).<\/p>\n<p>Aus einem 240-seitigen Buch ein H\u00f6rspiel zu machen, das gerade mal eine knappe Stunde dauern soll, ist eine schwierige Sache, die bei \u201eBruder Kemal\u201c jedoch funktioniert. Hier werden die Mittel genutzt, die man von einem guten konventionellen Radiokrimi kennt. Durch die unpr\u00e4tenti\u00f6se Machart gelingt es, den Handlungsverlauf gut nachvollziehbar und trotzdem erstaunlich spannend zu pr\u00e4sentieren.<\/p>\n<p>Kemal Kayankaya (H\u00fcseyin Michael Cirpici) hat in dem Krimi, der jetzt auf NDR Info urgesendet wurde, zwei Auftr\u00e4ge zu erf\u00fcllen. Er soll auf der Frankfurter Buchmesse den Personenschutz f\u00fcr den marokkanischen Schriftsteller Malik Rashid (Siemen R\u00fchaak) \u00fcbernehmen. Und au\u00dferdem wurde er dringend gebeten, die verschwundene Marieke de Chavanne (Leonie Rainer) ausfindig machen, eine Tochter aus gutem Haus. Beide Auftr\u00e4ge bew\u00e4ltigt Kayankaya zun\u00e4chst scheinbar m\u00fchelos, doch dann l\u00e4uft alles aus dem Ruder. Malik Rashid, der Drohbriefe urspr\u00fcnglich nur im Rahmen einer PR-Ma\u00dfnahme seines Verlags erhielt, wird tats\u00e4chlich entf\u00fchrt. Und die andere Auftraggeberin, Mariekes Mutter Valerie de Chavanne (Judith Rosmair), sieht ihre bereits heimgeholte Tochter erneut in Gefahr.<\/p>\n<p>Schuld daran ist der Prediger Scheich Hakim (Wolf-Dietrich Sprenger), der seinen Neffen Erden Abakay (Adam Bousdoukos) aus dem Gef\u00e4ngnis holen will. Daf\u00fcr soll Kayankaya eine Aussage zur\u00fcckziehen, die den Neffen des Scheichs belastet. Im Rahmen seiner Ermittlungen hatte der Privatdetektiv die gesuchte Marieke zusammen mit einem toten Freier in der Wohnung ihres vorgeblichen Freundes, eben jenes Erden Abakay, der in Wirklichkeit ein Zuh\u00e4lter ist, gefunden. Abakay wurde daraufhin von Kayankaya nicht nur bewusstlos geschlagen und gefesselt, sondern steht durch dessen Aussage und erhebliche Beweismanipulation auch unter Mordverdacht. Nach dem Zur\u00fcckziehen der Aussage kommt es bei der \u00dcbergabe des als Geisel genommenen Schriftstellers zum Showdown zwischen Abakay und Kayankaya, den Letzterer nur knapp \u00fcberlebt.<\/p>\n<p>An der Umsetzung von \u201eBruder Kemal\u201c war ein gutes Dutzend Schauspieler beteiligt und dementsprechend lebendig wirken die Dialoge \u2013 von H\u00fcseyin Michael Cirpici als Ich-Erz\u00e4hler gekonnt verbunden, im ruhig raunenden und doch innerlich gespannten Tonfall, den man von einem Privatdetektiv erwartet. Eine zentrale Rolle spricht in dem H\u00f6rspiel auch Judith Rosmair als Valerie de Chavanne. Sie und Kayankaya flirten miteinander, was das Zeug h\u00e4lt. Mehr aber auch nicht. Am Ende der Geschichte, nachdem die Erz\u00e4hlf\u00e4den zusammengef\u00fchrt und alle Verbrechen aufgekl\u00e4rt worden sind, bekommen Kayankaya und seine Lebensgef\u00e4hrtin, die Kneipenwirtin Deborah (Sandra Borgmann), ein Kind.<\/p>\n<p>Irgendwie ist das ein sch\u00f6ner und friedlicher Abschluss der Krimireihe: Kayankaya wird in den ewigen Ruhestand geschickt und verbringt mit Frau und Kind einen beschaulichen Lebensabend in einer Altbauwohnung im Frankfurter Westend. Ob \u201eBruder Kemal\u201c, wie der Romanheld von Scheich Hakim genannt wird, als Schlussstein der Reihe geplant war oder nicht \u2013 die am H\u00f6rspiel Beteiligten sind sich des \u2018finalen Charakters\u2019 bewusst und setzen dem Schriftsteller Jakob Arjouni ein w\u00fcrdiges Denkmal.<br \/>\n13.12.13 \u2013 Rafik Will\/FK<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rezension Funkkorrespondenz 13.12.2013 W\u00fcrdiges Denkmal Jakob Arjouni: Bruder Kemal NDR Info Sa 7.12. 21.05 bis 22.00 Uhr Im Januar dieses Jahres starb der Schriftsteller Jakob Arjouni im Alter von 48 Jahren. Ber\u00fchmt wurde er vor allem durch seine Krimis um Kemal Kayankaya. 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