2006 • Hörspiel des Monats Februar

Für “Disromanz“, ein zweiteiliges Hörspiel von Michael Engler / NDR.

Begründung der Jury der “Akademie der Darstellenden Künste”:

„Disromanz“ ist ein großes Plädoyer für die Liebe und für die Jugend. Die Geschichte des Jungen von Eltern der 68-er Generation und der Tochter aus gutem Haus, die gemeinsam und verantwortungsvoll sich und dem Partner gegenüber erste ernsthafte Erfahrungen mit der Liebe machen, verweist aufgrund dieser Konstellation über Plenzdorfs “Neuen Leiden des junge W.” bis hin zu Goethes Sturm und Drang – ist also bestens in der großen deutschen Dichtertradition eingebettet. Mit gekonnt eingesetzten Perspektivwechseln – erst erzählt Er seine, dann Sie ihre Version der Ereignisse – und einem virtuos als klangliche Folie gereihten Querschnitt durch die Popmusik entsteht auf diese Weise ein packendes, niemals langweiliges Panorama jugendlicher Befindlichkeit und auch Lebenswelt, ohne sich im “rein Jugendlichen” zu erschöpfen. „Disromanz“ ist ein Hörspiel im besten Wortsinn: die Protagonisten hören sich zu und aufeinander, der Zuhörer wird durch die Montagetechnik suggestiv in das Geschehen hineingezogen. Liebe, das gilt auch für die älteren Semester, ist eben nicht nur ein Wort, sondern bleibt eine Herausforderung. Mit „Disromanz“ können neue, junge Hörerschichten für das Hörspiel begeistert und an das Medium Radio gebunden werden. Das ist eine große Chance!

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